Kreisjägerschaft Plön e.V.
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Kreisjägermeister
Bei den Unteren Jagdbehörden der Kreise werden Kreisjägermeister bestellt, die die Behörde in allen jagdlichen Fragen beraten.
Der Kreisjägermeister und sein Stellvertreter werden für die Dauer von 5 Jahren gewählt. Der Kreisjägermeister ist ehrenamtlich tätig, muß jagdlich erfahren sein (jagdpachtfähig, also mindestens drei Jahresjagdscheine besitzen) und seinen Wohnort im Kreisgebiet haben.
 

 

Im Kreis Plön ist seit 1. April 2004 Jan-Wilhelm Hammerschmidt aus Depenau als Kreisjägermeister tätig.

Jan-Wilhelm Hammerschmidt
Depenau 15
24601 Stolpe
Tel. 04326 / 28 93 83
Fax 04326 / 28 93 84
E-mail:
jan-wilhelm.hammerschmidt@gmx.de

Stellvertretender Kreisjägermeister:
Jens Nohrden
Dorfstraße 2
24625 Großharrie
Tel. 04394 / 1033

 

Jan-Wilhelm Hammerschmidt ist Jäger seit 1964, Inhaber des Eigenjagdbezirkes Pfortenberg und Leiter des Hegering 11 in der Kreisjägerschaft Plön. Seit 2008 ist er Mitglied des Präsidiums des Landesjagdverbandes Schleswig-Holstein.
Nach 41 Jahren Dienst in der Bundeswehr trat er zum 1. April 2008 als Oberst in den Ruhestand. Bedingt durch die beruflichen Versetzungen konnte er seine umfangreichen Erfahrungen mit dem Holsteiner Dam-, Schwarz- und Rehwild um eine langjährige Jagdpraxis auf Rot- und Muffelwild erweitern. Auslandsjagden führten ihn nach Schweden, Dänemark und Namibia.
Als Kreisjägermeister ist er Vorsitzender der Prüfungskommission für die Jägerprüfung, der Prüfung zur Erlangung des ersten Jahresjagdscheines. Mit vier weiteren Prüfern bewertet er die Leistungen der Prüflinge im jagdlichen Schießen, sowie in einer schriftlichen und der mündlich-praktischen Prüfung.
Jan-Wilhelm Hammerschmidt ist auch Vorsitzender des Jagdbeirates beim Kreis Plön. Der Jagdbeirat, in dem Vertreter der Jägerschaft, der Landwirtschaft, der Forstwirtschaft, der Jagdgenossenschaften, sowie des Naturschutzes vertreten sind, berät und unterstützt die Untere Jagdbehörde bei allen wichtigen Fragen der Jagdverwaltung. So schlägt dieses Gremium die Abschusspläne für das Dam- und das Rehwild vor. In diesen Abschussplänen wird die Zahl der zu erlegenden Wildtiere nach Geschlecht und Alter vorgegeben.
Der Kreisjägermeister nimmt an den ordentlichen Vorstandssitzungen der Kreisjägerschaft Plön teil. Somit ist sichergestellt, dass es eine feste Verbindung zwischen den Interessen der Jägerschaft und dem behördlichen Jagd- und Naturschutz gibt. Die Kreisjägermeister landesweit gehören zum erweiterten Präsidium des Landesjagdverbandes. Darüber hinaus nehmen die Kreisjägermeister an Besprechungen der Obersten Jagdbehörde teil.

 
Die Jägerprüfung
In der Jagerprüfung werden folgende Fächer geprüft
Schießen
  10 Schuß mit der Flinte, Bedingung: 3 Treffer
  5 Schuß mit der Büchse, Bedingung: 21 Ringe
   
Schriftliche und mündlich-praktische Prüfung
  Fach 1: Wildtierkunde und Jagdbetrieb
  Fach 2: Waffenhandhabung und Munition
  Fach 3: Jagdhunde, Wildbret- und Lebensmittelhygiene
  Fach 4: Recht, Jagdrecht und Naturschutz
   
Jägerprüfung 2011
An der Jägerprüfung 2011 nahmen im Kreis Plön 18 Prüflinge teil. Das waren deutlich mehr als in den Vorjahren. 17 dieser Prüflinge können nun den ersehnten Jagdschein bei der Unteren Jagdbehörde lösen.
 
 
Der Prüfungsausschuß des Kreises Plön:
Dr. Hans Henning, Jens Nohrden, Katharina Hinz (Untere Jagdbehörde),
Kreisjägermeister Jan-Wilhelm Hammerschmidt, Christoph Keller und
Hans Stoltenberg (v.l.n.r.).
 
Der Abschussplan
Schalenwild, außer Schwarzwild, darf nur aufgrund eines behördlich festgesetzten Abschussplanes bejagt werden. Hauptwildarten im Kreis Plön sind das Dam- und das Rehwild. Die Revierinhaber ermitteln den Wildbestand bei diesen Wildarten und schlagen der Unteren Jagdbehörde den Abschuß vor.
Der Abschussplan wird der Unteren Jagdbehörde vorgelegt, vom Kreisjägermeister geprüft und im Jagdbeirat erörtert. Da im Jagdbeirat, wie zuvor erwähnt, unterschiedliche Interessengruppen vertreten sind, können diese je nach Bestand und Verteilung des Wildes in der Fläche ihren Belangen Nachdruck verleihen. Auf diese Weise ist sichergestellt, dass sowohl die Interessen der Land- und Forstwirtschaft, als auch die des Naturschutzes Berücksichtigung finden.
Die Empfehlung des Jagdbeirates ist sodann die Grundlage für die Festsetzung des Abschusses durch die Untere Jagdbehörde, die diesen Abschussplan als Vorgabe an die Revierinhaber zurückgibt.
Nach Ablauf des Jagdjahres sind die getätigten Abschüsse, wie auch die Fallwildzahlen, der Unteren Jagdbehörde wiederum vorzulegen.
 

Aktuelle Hinweise für die Jäger im Kreis Plön

1. Wildtierkataster
  Im Jahr 2012 wird ein Monitoring bei folgenden Wildarten durchgeführt:
    Rotmilan und Wiesenweihe (Vorlage bis 15. Juli bei Hegeringleiter)
    Rebhuhn und Fasan (Vorlage bis 10. Mai direkt beim WTK)
    Rabenkrähe und Elster
 

Alle Revierinhaber werden gebeten, das Wildtierkataster durchfristgerechte und vollzählige Abgabe der Fragebögen mit Nachdruck zu unterstützen.

   
2. Trophäenschau am 14. Mai 2011 in Helmstorf
 

Die Trophäenschau fand 2011 in Helmstorf statt, weil die Zukunft der Konzertscheune in Salzau nach wie vor ungeklärt ist. Erneut zeigten die ausgestellten Trophäen, daß im Kreis Plön Spitzentrophäen heranwachsen. 5 Damschaufler überschritten die 200-Punkte-Grenze, davon 1 Hirsch mit 213 (!) Punkten. Soviele waren es noch nie! Schade, daß der Spitzenschaufler aus Lehmkuhlen ein verendet aufgefundener Fallwildhirsch war.

   
 
 
     
202 Punkte, Erlegerin: Barbara Kniest   Trophäenwand der Hegeringe 8 und 13
 
     
213 Punkte aus Lehmkuhlen  

über 200 Punkte, Erleger Christoph Keller

 
     
205 Punkte, Erleger C.A. Monforts von Hobe   Goldmedaillen-Keiler
   
3. Streckenbericht 2010 / 2011
 
Wildart 2009 2010 Differenz
Damwild 2879 2806 - 73
Schwarzwild 2694 2837 + 179
Rehwild 4381 4172 - 209
Füchse 1074 1141 + 67
Waschbär 1 8 + 7
Marderhund 50 66 + 16
Hasen 1264 1030 - 234
Kaninchen 231 330 + 99
Wildgänse 1551 1310 - 241
Wildenten 3194 2443 - 751
 



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