Kitzrettung mit der Drohne

Kitzrettung mit der Drohne im Kreis Plön

Auch im Kreis Plön fliegen mehrere Teams mit Drohnen um nicht nur während der Zeit des ersten Grasschnittes im Mai nach frisch gesetzten Kitzen zu suchen, und diese dann vor den Maschinen zu retten.

Beispielsweise berichten wir hier heute über den jungen Verein der ‚Wildtierrettung Wildenhorst e.V.‘.

Gegründet wurde der Verein Ende 2020. Denn trotz akribischer Suche mit unseren Jagdhunden auf den Wiesen, wurden immer wieder Kitze beim ersten Schnitt vermäht.

Und so wurde damals zusammen mit einigen Landwirten aus Wildenhorst und den Wildenhorster Jägern die ‚Wildtierrettung Wildenhorst e.V.‘ aus der Wiege gehoben.

Umgehend starteten die Mitglieder dann die Spendenaquise im Umland. Dank der eindruckvoll hohen Spendenbereitschaft konnte dann bereits im März das erste eigene Drohnensystem beschafft werden.

Und wie der Zufall es wollte, rief die Firma Blaser Anfang des Jahres 2021 die Aktion „Blaser Kitzretter 2021“ ins Leben. Der Verein bewarb sich. Was für ein Glück! Die Bewerbung wurde von der Firma Blaser angenommen und so bekam der Verein für ein Jahr ein zweites Drohnensystem kostenlos zur Verfügung gestellt.

Von nun an konnten die beiden Piloten des Vereins ‚Wildtierrettung Wildenhorst e.V.‘, die Herren Karsten Jacobs und Constantin Engel mit jeweils einer eigenen Drohne starten und suchen.

Somit konnte bereits am 18.05.21 der erste Wildtier-Rettungseinsatz starten.

Insgesamt wurden in diesem Jahr bislang 64 Einsätze geflogen. Dabei sind etwa 925 ha Flächen abgesucht worden. Insgesamt wurden dabei 125 Rehkitze, 3 Damkälber, 1 Jungkranich sowie 5 Entengelege gefunden.

Der Zeitaufwand für die Drohnen-Einsätze lag bei etwa 125 Stunden.

Teilweise wurde morgens (ab 4:30Uhr ) und abends geflogen. Zum Einen, um die große Menge an Anfragen bewältigen zu können, aber auch um auf ggf. hohe Tagestemperaturen reagieren zu können.

Die Zeichen stehen für den Verein ‚Wildtierrettung Wildenhorst e.V.‘ auch weiterhin auf Expansion, sodass aktuell die Beschaffung weiterer Drohnen geplant ist. Aber auch die der Aus- und Weiterbildung von Piloten wird weiter vorangetrieben.

Enorm wichtig bei der Jungwildrettung sind natürlich die ‚Läufer‘, welche jeweils von den Piloten per Funk zu den georteten Wärmequellen dirigiert werden und dann dort das Jungwild sichern. Ohne diese ‚Läufer‘ wären die Piloten quasi aufgeschmissen – die Kitzrettung könnte in dieser Form dann gar nicht stattfinden.

Thorolf Wellmer

Obmann für Öffentlichkeitsarbeit

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die beiden Drohnenpiloten v.l. Karsten Jakobs und Constantin Engel...

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diese Augen - schockverliebt...

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Rehkitz gefunden und vor den Mähwerken der Landmaschinen gerettet...

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ein weiteres Rehkitz gefunden und gerettet...